Las Vegas

Vorgestern fuhren wir vormittags über den Osteingang in den Zion Nationalpark. Nach einer Fahrt von ca. 35 Kilometern stellten wir fest, dass alle Parkmöglichkeiten beim Besucherzentrum erschöpft waren. Wir hatten dennoch Glück und fanden den letzten freien Parkplatz beim Museum, sodass wir doch im Park bleiben konnten – die Alternative waren zum Teil teure Parkplätze außerhalb.

Aufgrund des hohen Besucherandrangs wurde der Park bereits 1999 auf ein Shuttlebus-System umgestellt und für den Individualverkehr geschlossen. Wir ließen uns daher bis zur letzten Station zurückbringen, um eine Wanderung bis zur engsten Stelle des Canyons zu unternehmen. Die senkrecht aufragenden, roten Felswände erstaunten uns einmal mehr und ließen uns die Besuchermassen um uns herum fast vergessen.

Danach hüpften wir wieder in unser treues Gefährt und fuhren die zweieinhalb Stunden durch die Wüste nach Las Vegas. Kurz vorher ereignete sich zwar noch ein dreißigminütiger Stau, doch schon bald war die Silhouette der Wüstenstadt am Horizont erkennbar.

Die Stadt selbst ist schrill, laut, stressig, heiß und so völlig anders im Vergleich zu dem, was wir bisher erlebt haben. In den Casino-Etagen selbst verschwimmt Tag und Nacht, man verliert andauernd die Orientierung und alles blinkt und glitzert 24 Stunden am Tag. Dazu kommt noch die wahnsinnige Verschwendung, denn jedes Etablissement ist von der 43 Grad Wüstenhitze auf kühle 22 Grad klimatisiert. Ganze botanische Gärten finden sich in den Hotels und eine künstliche Kopie des Canal Grande in Venedig darf in der Shoppingmeile auch nicht fehlen.

Abends kauften wir uns Tickets für den Cirque du Soleil und obwohl die ganze Stadt ein Zirkus ist, tat es gut, für kurze Zeit “richtige” Unterhaltung zu genießen. Auch hier spielten wir unsere Hochzeitsreise-Trumpfkarte wieder aus und erhielten nicht nur ermäßigte Karten, sondern auch prompt einen Gutschein für ein gratis Frühstücksbuffet im Wert von 28 Dollar/Person am nächsten Tag.

Heute war dafür erneut ein Reisetag angesagt. Da die Straßen im Death Valley leider durch den Tropensturm in Mitleidenschaft gezogen wurden und der Park auf unbestimmte Zeit geschlossen ist, mussten wir insgesamt 4 Stunden durch die heiße Wüste zu unserem heutigen Quartier fahren.

Morgen gehts schon wieder in Richtung Yosemite Nationalpark weiter, der zwar offen, aber auch wieder ein ganz schönes Stück Weg entfernt ist.

Bilder

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