Nachdem wir am Tag zuvor schon den Sonnenuntergang im Grand Canyon bestaunen konnten, standen wir gestern sehr zeitig auf, um auch den Sonnenaufgang von der Felskante aus zu sehen.
Hier waren wir jedoch bei weitem nicht die einzigen (im Gegensatz zum Joshua Tree Nationalpark), daher marschierten wir ein kleines Stück, bis wir an einer exponierten Stelle ankamen. Diese teilten wir uns mit zwei anderen Pärchen, sodass genügend Platz für alle blieb.
Danach setzten wir unsere Reise nach Page fort. Dorthin ging es zumeist bergab, dadurch stieg das Thermometer stetig an. Hatten wir am Grand Canyon ausgewogene 24 Grad, waren es kurz vor Page bereits 32 Grad. Das hinderte uns allerdings nicht daran, noch an einer bekannten Sehenswürdigkeit anzuhalten, bevor wir nach Page hineinfuhren; dem Horseshoe Bend.
Beim Horseshoe Bend (auf deutsch Hufeisenbiegung) ist der Name Programm – der Colorado River macht hier eine enge 180-Grad-Kurve. Hier ist zwar ein kleiner Eintritt zu zahlen, aber der Blick lohnt sich aich definitiv. Den verbliebenen Tag ließen wir in einer kleinen Brauerei bei einem Abendessen ausklingen, danach fielen wir erschöpft ins Bett.
Dafür schwangen wir uns heute morgen gleich wieder hinters Lenkrad. Wir fuhren die mehr als 2 Stunden ins Monument Valley, einer bizarr anmutenden Ansammlung von roten Felsen mitten in einer Ebene aus kargem Buschland.
Hier waren wir etwas unerwartet einer Herausforderung an Mensch und Maschine ausgesetzt, da der sandige und mit Schotter ausgeführte, ca. 27 Kilometer lange Rundkurs nur für allrad-getriebene Fahrzeuge empfohlen war. Wir versuchten es trotzdem und stießen zwar ein- oder zweimal an unsere Grenzen, der Anblick und das Ambiente entschädigte alle vorhergehenden Strapazen jedoch im Nu.
Danach mussten wir zwar die 2 Stunden wieder zurück nach Page fahren, aber wir waren so überwältigt von der landschaftlichen Schönheit, dass wir die Tour jederzeit wieder machen würden.


