Schier endlos verstreute Joshua Trees (eine Art der Yucca-Palme) inmitten von Felsformationen aller Art, dazwischen wieder einige karge Büsche – das ist der Joshua-Tree-Nationalpark.
Gestern in der Früh verließen wir Los Angeles und fuhren die ca. 250 Kilometer ostwärts in die Wüste nach Twentynine Palms, einer kleinen Stadt am Nordrand des Nationalparks. Wiederum erstaunten uns die Dimensionen während der Fahrt, da die ersten 130 Kilometer ausschließlich für das Verlassen des Ballungsraums Los Angeles aufgebraucht wurden.
In Twentynine Palms finden wir nun das erste mal richtiges Wüstenklima vor. Da wir von den Klimaanlagen bereits etwas verkühlt waren, wollten wir die Klimaanlage im Hotelzimmer erst gar nicht einschalten. Wir stellten aber schnell fest, dass es ohne keinesfalls möglich ist, überhaupt Schlaf zu finden. Tagsüber sind spontane Schweißausbrüche normal, sobald man aus dem Auto aussteigt, oder vor den Hoteleingang tritt.
Deswegen teilten wir gestern unsere Kräfte gut ein und fuhren zwar mit dem Auto in den Nationalpark hinein, verließen es aber mit Ausnahme kurzer Fotostopps nicht. Obwohl wir also den Park die meiste Zeit nur vom Auto aus bewundern konnten, waren wir alleine davon schon überwältigt.
Darum beschlossen wir nach einer kurzen Nacht, zum Sonnenaufgang in die Wüste hinauszufahren. Glücklicherweise hatte niemand dieselbe Idee, so waren wir über eine halbe Stunde völlig alleine und hatten die gesamte Natur im Park für uns alleine.
Heute geht es weiter nach Kingman, zuvor werden wir Kalifornien hinter uns lassen und die Grenze nach Arizona überschreiten.

